Für immer in den Noten: Gedanken zum Geburtstag meines Vaters

Manche Tage tragen ein unsichtbares Gewicht. Heute ist so ein Tag, an dem die Zeit langsamer zu kriechen scheint. Sechs Jahre sind vergangen, seit mein Vater gestorben ist eine Zahl, die sich noch immer unwirklich anfühlt. Man gewöhnt sich an die Abwesenheit, aber es gibt Momente, da bricht die Sehnsucht mit voller Wucht durch.
An solchen Tagen hilft mir oft nur eins: rauszulassen, was sich im Kopf und im Herzen staut. Weil gewöhnliche Worte manchmal nicht ausreichen, um diese Mischung aus Schmerz, Liebe und Dankbarkeit zu fassen, habe ich meine Gedanken diesmal in ein Lied gegossen. Es heißt „Du bist mein Ort“ und ist ein sehr persönliches Stück, das aus dem Moment heraus entstanden ist.
Es ist ein Lied über die Spuren, die er hinterlassen hat: über die gemeinsamen Streifzüge durch den Wald, das Gefühl von Geborgenheit und die Gewissheit, dass er mir ein Fundament fürs Leben gebaut hat, das bis heute trägt. Wenn jemanden stirbt, hört das Gespräch mit ihm ja nicht auf es verlagert sich nur. Man redet in Gedanken weiter, horcht in den Wind und merkt, dass er durch alles, was er gelehrt hat, ein fester Teil von mir geblieben ist.
Musik baut Brücken, wo die Realität manchmal eine Mauer errichtet. Während ich diese Zeilen schrieb und sang, war er für einen kurzen Moment wieder ganz nah:
Im dichten Nebel der Erinnerung,
seh ich dich stehen, vertraut und stark.
Du warst mein Anker, mein sicherer Hafen,
egal wie dunkel die Stunde war.
An alle da draußen, die diesen Schmerz ebenfalls kennen und heute oder an anderen Tagen einen geliebten Menschen vermissen: Ihr seid mit diesem Gefühl nicht allein. Ob durch ein Lied, eine Kerze oder einen Spaziergang an einem vertrauten Ort es gibt Wege, die Erinnerung leuchten zu lassen.
Alles Gute zum Geburtstag, Papa. Die Musik ist für dich, und ich vermisse dich.


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